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F300 F300 is a male
Badewannenurlauber






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Text Reisebericht: Kuramathi Village 05.06.2004 16:25 [OPTIONEN] [TOP] [DOWN]

Reisebericht


Malediven – Kuramathi Village / Rasdhoo Atoll
vom 05.05.2004 – 20.05.2004

Insel: Kuramathi
Atoll: Rasdhoo Atoll
Hotelname: Kuramathi Village ( 3 ½ )

Reisebüro: Holiday Land in Kiel-Friedrichsort
Reisegesellschaft: Neckermann Reisen
Fluggesellschaft: Thomas Cook / Lufthansa

Reisezeitraum: 05.05.2004 – 20.05.2004
Reisepreis: € 1640.- ( all inclusive )


Buchung:
Nachdem meine Freundin und ich uns sehr kurzfristig ( Mitte April ) für eine Reise
auf die Malediven entschieden hatten, war die Buchung äußerst schwierig.
Insgesamt 4 Reisebüros wurden beauftragt, freie Bungalows bzw. freie Flüge
ausfindig zu machen. Es schien fast nichts mehr möglich zu sein in diesem Zeitraum
noch einen Platz in den wenigen Flügen nach Male zu bekommen.
Doch „unter Einsatz ihres Lebens“  war es einer supernetten Mitarbeiterin vom Reisebüro HolidayLand in Kiel-Friedrichsort gelungen, noch zwei Plätze ab Hannover zu reservieren.
Wir hatten nun ca. 2 Std. Zeit, eine für uns passende Insel zu finden.
Da wir sog. Maleersttäter ( blödes Wort ) sind, sollte es eine größere Insel sein.
Nach ausgiebigen Recherchen im Internet, entschieden wir uns für die Insel Kuramathi im Rasdhoo Atoll.
Da es insgesamt 3 Anlagen auf dieser Insel gibt ( Blue Lagoon, Cottage & Spa und
das Kuramathi Village zusammen mit dem Coconut Village ) wurde unser Geldbeutel befragt, der sich dann doch für das günstiger Kuramathi Village entschied.
Unsere supernette Mitarbeiterin des genannten Reisebüros rief dann pünktlich zurück
und wir teilten ihr unsere Entscheidung mit.
Mit Freuden erfuhren wir dann, dass diese rastlose und sehr arbeitsame Frau
( die Kundenzufriedenheit als oberste Priorität ansieht ) einfach nicht aufgab
ihren PC nach freien Plätzen zu durchforsten, dass noch zwei Plätze ab Hamburg
freigeworden sind. ( wir kommen aus Schleswig-Holstein )
Somit wurde diese Reise sofort und ohne weitere Überlegungen gebucht.



Vorbereitung:
Die Zeit zwischen Buchung und Abflugtag verlief ( wie bei jedem Urlaub )
sehr zähflüssig.
Es wurden alle nötigen und unnötigen Dinge gekauft, die man im Urlaub gebrauchen
kann oder unbenutzt wieder mit nach Hause nimmt. ( wie bei jedem Urlaub )

Beginn der Urlaubsreise:
Von den Flugzeit hatte wir eigentlich großes Glück.
Unsere Reise begann am 05.05.2004, um 16.05 Uhr mit einem unkomplizierten
Flug ( Lufthansa – Airbus A320-200 ) von Hamburg nach Frankfurt.
Gegen 17.00 Uhr landeten wir in Frankfurt und hatten knapp 3 Stunden Aufenthalt,
bis es dann um 20.00 Uhr mit Thomas Cook ( Boeing 767 ) weiterging nach Male.
Die Bestuhlung der Thomas Cook Maschinen sind ( und das war uns leider vorher bewusst ) katastrophal. Wenn man nicht das große Glück hat, einen Platz am
Notausgang zu bekommen ( hatten wir diesmal leider nicht ) oder man eine Körpergröße von unter 1,50m hat, sind die knapp 10 Stunden Flugzeit ein Höllentrip.
Da es ein Nachtflug war, hatte ich kurzfristig die Hoffnung einige Momente schlafen
zu können. Dies gelang mir nicht wirklich.
Um 06.05.2004, gegen ca. 08.50 Uhr hatten die Qualen dann ein (erstes) Ende.
Klasse, wir waren endlich in Male gelandet. Das Auschecken verlief schnell und reibungslos. Nun die wichtigste Frage, die mich die ganze Zeit beschäftigte
( da Mai ja nicht unbedingt die beste Maledivenzeit ist ): Was macht das Wetter ?
Ich war freudig überrascht. Es schien die Sonne, ca. 31 Grad ( mit einigen „fetten“ Wolken ) und es war sehr windig.
Jetzt begann eine nervige Warterei auf das Boot, welches uns ins Paradies bringen
sollte. Gegen 10.15 Uhr war es dann endlich soweit.
Zu diesem Zeitpunkt waren fast alle Mitreisenden bereits abgeholt worden.
Nun ja, was solls. Wir stiegen dann in ein mittelgroßes Speedboot,
welches zu meinem bedauern keine Möglichkeit besaß, draußen zu sitzen.
Somit mussten wir ( im gut klimatisieren ) Innenbereich des Bootes Platz nehmen
Hierzu eine kleine Anmerkung. Der Speedboottransfer zur Insel war im Reisepreis
inbegriffen. Dennoch gab es die Möglichkeit mit einem Wasserflugzeug ( Air Taxi )
in gut 20 Min. zur Insel zu fliegen. Dies sollte jedoch ca. $ 160 pro Person extra
kosten ( für All-Inclusive-Gäste ). Wer Halbpension gebucht hatte, musste nur knapp
$ 80 bezahlen. ( Grund: Das Hotelmanagement bezuschusst den Flugtransfer von Gäste mit HP Buchung )
Jetzt begann ( für die meisten Mitreisenden – ca. 15 Leute ) eine 2 ¼ stündige
Tortour über den Indischen Ozean zur Insel Kuramathi.
Glücklicherweise waren wir auf der Ostsee stürmige Bootsfahrten gewohnt
und somit konnte unserem Magen, die zum Teil heftigen Wellen, nichts anhaben.
Der Rest der Mitreisenden jedoch war offensichtlich nicht so seefest und benötigte
den einen oder anderen blauen Beutel, um nochmal genau zu überprüfen, was es im Flugzeug eigentlich zu Essen gab.
Hier kann ich als alter Norddeutscher Seebär  allen nicht so seefesten Mitmenschen
einen guten Tipp geben. Seht aus dem Fenster und versucht den Horizont im Auge
zu behalten, damit euer Gleichgewichtssinn einen „Fixpunkt“ hat.
Niemals die Augen zu machen, in der Hoffnung, einige Zeit zu schlafen.
Dann ruft mit 100%iger Sicherheit der blaue Beutel .
Ankunft auf der Insel:
Gegen 12.30 ( am 06.05.2004 ) machten wir dann endlich an dem Anlegesteg
der Insel Kuramathi fest. Wieder die „bange Frage“, was macht das Wetter.
Es war sonnig und sehr warm, aber auch immer noch sehr windig.
Der erste Eindruck war sehr überwältigend. Das türkis-blaue Wasser, der feine Sand
( oder besser Korallenschutt ), die vielen Palmen – traumhaft !!!
Nun ging es zur Rezeption. Wir warteten nun vergeblich auf eine Mitarbeiterin
von Neckermann-Reisen. ( die Gäste, die bei TUI gebucht hatten, wurden dort von
einer netten TUI-Mitarbeiterin in Empfang genommen ).
Somit waren wir auf uns alleingestellt. Das Einchecken verlief dennoch reibungslos.

Die Bungalows ( und die ewigen Fragen ):
Nach kurzer Zeit wurden wir zu unserem Bungalow gebracht.
Eine Vorausreservierung ( per eMail ) hatte offensichtlich nicht den richtigen Weg
gefunden und wir bekamen den Bungalow Nr. 130 ( reserviert hatte ich Nr. 114 ).
Eine schnelle Überprüfung meinerseits ergab, dass Bungalow 114 belegt war.
Wir hatten einen normalen Standard-Bungalow ( es sind die weißen ).
Der erste Eindruck war sehr positiv. Der Bungalow war sehr sauber und geräumig.
Das Bad war OK ( die Kacheln jedoch schienen aus den 70iger Jahren zu stammen ).
Dennoch muss man sagen, wenn man im Hinterkopf behält, dass es sich um eine
3 – 3 ½ Sterne Anlage handelt, dass die Bungalows einwandfrei waren.
Die Lage des Bungalows ( wie aber eigentlich alle anderen Standard-Bungalows auch ) ist sehr gut. Ca. 10m und man ist im Wasser.
Ich persönlich musste feststellen, dass ich mir im Vorwege zu viele Gedanken
über die Bungalow Nr. gemacht habe.
Es ist eigentlich völlig egal. Auch die Bungalows in zweiter Reihe ( sie liegen ca. 2-3m
versetzt ) sind von der Lage her klasse. Einen direkten Blick aufs Wasser hatte eigentlich kein Bungalow, da Palmen den uneingeschränkten Blick und direkten Zugang zum Meer versperrten.
Vielmehr scheint es wichtiger zu sein ( Kuramathi ist eine große Insel ),
einen Bungalow zu bekommen, der nahe der Rezeption, Bars und Restaurants liegt.
Somit würde ich sagen, dass alle Bungalows ab Nr. 130 vorteilhaft liegen.
Aufgrund der Gezeiten ( Ebbe und Flut ) oder des Windes ist es sowieso kaum
möglich, direkt an seinem Bungalow am Strand zu liegen.
Zumindest nicht den ganzen Tag.
Wir mussten feststellen, dass morgens meist „Niedrigwasser“ war, dass heißt,
dass am Bungalow selbst viel Strandabschnitt vorhanden war, jedoch im Laufe des
Tages der Wasserstand stieg und dieser genannte Strandabschnitt zum Mittag / Abend hin vom Wasser überflutet wurde.

Die Insel
Die Insel Kuramathi liegt im Rasdhoo Atoll ( nördlich des Ari-Atoll ).
Für maledivische Verhältnisse ist die Insel sehr groß. Ca. 2000m x 500m.
Für eine Inselumrundung benötigten wir knapp 1 Stunde. Insgesamt befinden sich drei Resorts auf der Insel. Das Blue Lagoon ( liegt oben im Norden der Insel ), dass Blue Lagoon Cottage & Spa ( liegt im östlichen Bereich ) und das Kuramathi Village mit dem Coconut Village ( dies ist die größte Anlage auf der Insel und umfasst den gesamten südlichen und große Teile im westlichen Bereich )
Wir fanden die Insel sehr schön, auch wenn sie etwas groß ist.
Im Inselinneren findet man z.T. urwaldähnliche Vegetation.
Die gesamte Anlage im „Village“ wurde sehr sorgfältig gepflegt.
Wir hatten den Eindruck, dass der Gärtner im Cottage & Spa in diesem Bezug
etwas schlampiger war. Vielleicht waren wir aber nur zu einem falschen Zeitpunkt
dort. Leider müssen wir sagen, dass wir diese Insel nur beschränkt als Barfussinsel
bezeichnen können.
Zum Teil liegt auf den Wegen nur sehr wenig Sand ( Korallenschutt ), so dass der harte Untergrund zartere „Füßchen“ schon einiges abverlangt.
Wir hatten das große Pech, als wir unsere Inselumrundungstour fast beendet hatten,
dass wir in den „Feierabendverkehr“ auf der Hauptstraße gerieten.
Fast Gleichzeitig fuhren ein kleiner Transporter und zwei Traktoren mit
Anhänger an uns vorbei.
Nur mit einem mutigen Schritt zur Seite konnten wir ein totales Verkehrschaos abwenden.
Uns hat die Insel Kuramathi als „Gesamtpaket“ super gefallen.

Die Inselbewohner
Außer den Gästen und dem Personal konnte wir folgende Lebewesen
mehr oder weniger häufig antreffen:
Geckos ( zwischen 10cm bis 30cm ), Flughunde ( tageslichttaugliche Fledermäuse ),
Fischreiher, Krähen, tausende Einsiedlerkrebse ( bitte keine Muscheln oder leere
Schneckenhäuser mitnehmen, denn sonst sind diese niedlichen kleinen Krabbeltiere obdachlos und müssen sich mit unnatürlichen Gehäusen bekleiden ) und Millionen
sandfarbener Krebse ( wenn man diese Tiere beobachtet, bekommt man ein ganz
neues Gefühl von Geschwindigkeit – ich sag nur sauschnelle Biester )
Außerdem sah ich eine Katze, eine Ratte und eine Kakerlake.
Ach so. Ich vergaß die 125 Mio. Ameisen ( bis zu einer Größe von 1,5 cm )
und einige wenigen Mücken ( Moskitos ? )
Das war es eigentlich schon. Mehr gibt es dort nicht .
( keine giftigen Schlangen oder haarige Spinnen )

Der (Haupt)Strand
Zu unserem Hauptaufenthaltsort auf der Insel wurde der größte Strandabschnitt des
„Village“. Dieser liegt direkt an der Fung-Bar ( wo das reichhaltige All-Inclusive-Angebot den ganzen Tag über genutzt werden kann ).
Auch gibt es hier einen Volleyballplatz, welcher jedoch kaum genutzt wurde.
Der „Sand“ ist äußerst fein und das Wasser türkisblau ( welche Farbe sollte das Wasser
auch sonst haben  )
Im Wasser ( ca. 5m vom Strand ) befinden sich aufgehäufte Steinwälle
( ich denke mal zum Schutz der Insel ), die von einer Vielzahl an Fischen als Aufenthaltsort genutzt wurde. Aber aufpassen. Dort liegen auch ab und an hochgiftige Steinfische herum, auf die man besser nicht drauftreten sollte.
( dies ist kein Witz !!! )



Bars, Restaurante und Personal:
Als Erstes möchte ich mal auf das - für maledivischen Verhältnisse - sehr umfangreiche All-Inclusive-Angebot eingehen. Ausgangspunkt für den Getränkekonsum ist die Fung-Bar am bereits erwähnten (Haupt)Strand.
Diese Bar ist sehr schön eingerichtet ( der Tresen wurde als Doni gestaltet )
und ist allen Richtungen offen.
Unsere Standard-All-Inclusiv-Getränke wurden u.a. Pinacolada, Camapri-Orange,
Malibu-Orange, Radler, Bier ( „Carlsberg“ glaube ich ), Spezial-Cocktail, Orange-Soda, B52 ( heftiges Teil ), Martini und vieles mehr. ( nein, wir sind keine Alkoholiker,
aber die Auswahl ist wirklich super )
Des Weiteren gab es am Nachmittag im „Island Coffee Shop“ Kaffee und Kuchen
sowie Sandwiches. Hierzu ist allerdings zu sagen, dass es jeden Tag die Gleiche
Auswahl der genannten „Köstlichkeiten“ gab. Nun ja, aber es war OK.
Das Personal in dieser Bar ist uns aber sehr negativ aufgefallen.
Es schien hier nur ein Tempo zu geben. Dies war etwas niedriger, als die Höchstgeschwindigkeit einer Schnecke. Aber OK, es gibt Schlimmeres.
Als Letztes möchte ich das (Haupt)Restaurant erwähnen.
Hier gab es Frühstück, Mittag- und Abendessen.
Das Frühstücks-Buffet war äußerst reichhaltig und sehr schmackhaft.
Das Mittags- und Abendbuffet wurde abwechselt einmal als Menü serviert
oder zur „Selbstbedienung“ in Buffetform aufgebaut.
Hierzu ist ganz deutlich zu sagen, dass das Menü nicht unbedingt ein „Highlight“ war.
Zu dem Personal ist zu sagen, dass es hier deutliche Unterschiede gab.
In einigen Foren habe ich schon gelesen, dass das Personal zum Teil sehr unmotiviert
herumläuft. Wir hatten das große Glück, da zu jedem Tisch im (Haupt)Restaurant ein Kellner fest zugewiesen wurde, einen unheimlich netten und sympathischen „Kerl“ abbekommen zu haben. Sein Name war „Muaz“ . Und er war ein absoluter Fußball-Fan . Begriffe wie Ballack oder Bayern München und Oliver Kahn sowie die Europäische Champions- League waren im durchaus bekannt.
Man merkt bestimmt, dass ich ein FC Bayern Fan bin . Auch gab es in der Fung-Bar den einen oder anderen Kellner, der offensichtlich Spaß an seinem Job hatte.
Besonders „Abdula“ war meiner Freundin und mir ans Herz gewachsen.
Höchste Noten bekam auch unser „Roomboy“ der unheimlich freundlich war
und unseren Bungalow zweimal am Tag sehr sorgfältig gereinigt hatte.
Es wurden außerdem jeden Tage zwei frische Strandtücher bereitgelegt.
An dieser Stelle möchte ich jedoch auch einmal ganz deutlich, den immer gut gelaunten und äußerst netten „Strand- und Wegfeger“ ( dies soll um Gotteswillen nicht abwertend klingen – leider fällt mir keine andere Bezeichnung ein  ) hervorheben.
Dieser Einheimische hatte immer ein Strahlen im Gesicht und ein so nettes „morning“
auf den Lippen, dass man sich einfach freuen musste.
Leider gab es auch einige (wenige), relativ unmotivierte Angestellte ( siehe Island Coffee Shop ).
Aber im Großen und Ganzen müssen wir jedoch sagen,
dass das Personal überwiegend sehr freundlich war.
Man sollte jedoch als Deutscher nicht hoffen, sich auf dieser Insel in seiner
Landessprache verständigen zu können. Es wird ausschließlich englisch gesprochen.
Nun noch ein ganz wichtiger Hinweis für alle die, die einen empfindlichen Magen
( wie ich auch ) haben. Mir ( besser meinem Magen ) ist das Essen ( und sogar die Eiswürfel in den Cocktails ) wunderbar bekommen. Es gab keinerlei Probleme.
Man muss sowieso sagen, dass das Essen sehr europäisch ausgelegt und somit
auch für deren Verdauungsorgane „kompatibel“ ist .

Tauchbasis
Die „Rasdhoo Atoll Diver“ ist eine sehr gut organisiert Tauchbasis.
Das Personal war äußerst freundlich und kompetent. Besitzer dieser Basis war der Österreicher Helmuth Steuber, den wir jedoch nur 2-3 Mal zu Gesicht bekamen.
Ansonsten waren noch zwei Italienerinnen „Frederika“ und „Christina“ und ein
Engländer „Matt“ als Tauchlehrer dort beschäftigt.
Besonders die beiden einheimischen Divemaster „Samir“ und „Mohamed“
schienen Unterwasser förmlich zu riechen, wo es etwas Interessantes zu sehen gab.
Es hat unheimlich viel Spaß gemacht, mit ihnen zu tauchen.
Eine zweite Tauchbasis ( auch von Helmuth Steuber geführt ) liegt im Bereich von der
Anlage Kuramathi Cottage & Spa. Da wir dort jedoch nicht waren, können wir
hierzu keine Angaben machen. Wir müssen diese Tauchbasis in den allerhöchsten Tönen loben. Allerdings, und das ist das einzig Negative, liegen die Preise auch auf
allerhöchstem Niveau . Die Benutzung des Tauchbootes wurde, je nach Anzahl der Tauchgänge mit $ 12 - $ 22 extra berechnet. Das empfanden wir als eindeutig zu teuer.
Da hierfür jedoch eine Extrarechnung erstellt wurde, müssen wir davon ausgehen,
dass dieser Betrag direkt in die Taschen des Hotelmanagers wandert.
Bei der Endabrechnung wurde aber zu unseren Gunsten gerundet und wir sparten
knapp $ 70. Das war sehr fair. Insgesamt haben meine Freundin und ich je 13 Tauchgänge unternommen. ( inkl. eine ganztägige Tauchsafari – mit Verpflegung – ins nördliche Ari-Atoll ) Der Gesamtpreis hierfür belief sich auf. Ca. $ 1100 !!!

Tauchgebiet:
Das Tauchgebiet im Rasdhoo-Atoll ist bekannt für viel Großfisch. Die Fahrten zu den einzelnen Tauchspots waren äußerst kurz. Zwischen 10 Min. und 30 Min.
Das Tauchboot war ausreichend groß und hatte Platz für gut 20 Taucher.
Die Besatzung war stets die Gleiche und sehr hilfsbereit.
Besonders war uns „der Kapitän“ Abdula ans Herz gewachsen.
Bevor wir ins Wasser gelassen wurden, überprüfte der Divemaster zunächst die
Strömungsverhältnisse.
Danach wurden, je nach Anzahl der Taucher, die Tauchgruppe ( zwischen 4 und 8 Leuten ) in gewissen Abständen ins Wasser gelassen.
Aufgrund der starken Strömung bei JEDEM Tauchgang ( aber dafür sind die Malediven ja auch bekannt ) wurde relativ schnell abgetaucht.
Die UW-Sicht war ( erschreckenderweise ) sehr schlecht.
Aufgrund der Jahreszeit ( Mai ) und des hohem Planktonanteil im Wasser
war die Sichtweite kaum besser als 15m bis max. 20m.
Die Tauchgänge gingen max. 60 Min. Danach musste aufgetaucht werden.
So, und nun zu Fischen. Als ersten muss ich erwähnen, dass 1 Woche vor unserem Eintreffen, der letzte Walhai gesehen wurde. Somit hatten wir kein Glück diesen Riesen vor die Kamera zu bekommen.. Auch, so sagte man uns, wäre keine Mantarochenzeit mehr. Beim Tauchspot „North Channel“ gibt es eine Putzerstation, wo zwischen Januar und April haufenweise Mantas zu sehen sind.
Ich selbst hatte jedoch das große Glück ( als einziger ) einen großen Manta
zu erblicken und auch zu fotografieren.
Die H(a)ilights unserer Tauchgänge waren viele viele Riffhaie.
Bei unseren 13 Tauchgängen haben wir über 60 Haie ( Schwartzspitzen- und
Weisspitzenriffhaie und größere Graue Riffhaie ) gesehen.
Haufenweise Adlerrochen ( einmal einen Kolonie von mind. 14 Stück ),
viele Schildkröten, große Napoleons, große Stachelrochen ( bis zu knapp 2m ),
Barracudas, viele Muränen, große Zackenbarsche, Makrelen, Thunfische,
Feuerfische, Steinfische und natürlich viele viele bunte Kleinfische.
Ein weiterer Höhepunkt war ein äußerst schwierig zu findender „Frogfish“.
Auch wenn die UW-Sicht sehr schlecht war ( vielleicht schwamm ein großer
Walhai im Abstand von 30m neben uns her und wir konnten ihn nur wegen der
schlechten Sicht nicht sehen  Mist ) so war das Tauchen im Rasdhoo-Atoll
traumhaft schön.

Schnorcheln:
OK, die Korallen sind in den Tiefen zwischen 1m und 10m durch „El Ninjo“
sehr in Mitleidenschaft gezogen worden.
Ich bin keine Mathematiker, aber ich denke, dass 70-80 % der Korallen in einem
desolaten Zustand sind. Dennoch gibt es eindeutige Anzeichen, dass sich neue
Korallen entwickeln. Aber es sieht halt „noch“ sehr traurig aus.
Man kann nur erahnen, wie es vor Jahren dort ausgesehen haben muss.
Nun aber das Positive:
Die Fische / die Fischmassen / die Artenvielfalt sieht dagegen völlig anders aus.
Ich selbst habe beim Schnorcheln ( Tiefe zwischen 1m – 5m ) jede Menge an
Schwarzspitzenriffhaie ( ca. 60 – 80 cm ),
Muränen, Adlerrochen, Drückerfischen,
Papageifischen, Napoleonfischen, Steinfischen ( ca. 5m vom Strand entfernt,
wo man noch wunderbar stehen konnte, aber nicht unbedingt stehen sollte ), Makrelen und und und ( auch haufenweise Nemo-Anemonen-Clownfische  ).
Traumhaft !!!

Wetter:
Fakt ist, dass Mai nicht der beste aber auch nicht der schlechteste Reisemonat
für die Malediven ist.
Glaubt man den diversen Statistiken, gibt es im Mai zwischen 5 und 12 Regentage.
Wir hatten an den ersten beiden Tagen das Pech, dass ein Taifun Indien „angriff“
und wir auf den Malediven die Ausläufer von diesem Schlechtwettergebiet „ausbaden“ mussten. Das bedeutete, dass wir in den ersten beiden Tagen wenig Sonne, viel Wind und etwas Regen über uns ergehen lassen mussten.
Ab dem dritten und dann bis zum letzten Tag schien jedoch bedingungslos die Sonne
und es war ein traumhaftes Wetter. Die Temperaturen waren durchgängig über 30 Grad ( nachts 28 Grad ) und die Wassertemperaturen waren so hoch, dass man den
Eindruck haben musste, dass man sich in einem Pinkelbecken äh Kinderbecken
eines Swimmingpools befindet. Spaß beiseite:
Wetter und Wassertemperaturen waren traumhaft !!!
Besonderes
Beim ersten Besuch im Hauptrestaurant ( nach dem wir angekommen waren )
bekamen wir unseren (festen) Tisch zugewiesen.
Das Schicksal wollte es so, dass kurz nach unserem Eintreffen ein weiteres
Deutsches Pärchen ( Thorsten und Celine )an „unseren“ Tisch geführt wurde,
um dort die erste Mahlzeit einzunehmen.
Es stellte sich nun schnell heraus, dass beide ebenfalls von Hamburg gestartet
Sind und in „unser“ Thomas Cook Maschine saßen.
Das unglaublich war, dass Celine meinen Aufruf in diesem Forum
( … wer fliegt noch am 05.05. nach Kuramathi )
gelesen hatte. Aber antworten wollte sie dann doch nicht.
Es könnten ja irgendwelche Leute sein, die man evtl. den gesamten Urlaub
an der „Backe“ hat. … und so war es dann auch .
Man war sich schnell sympathisch und das Hobby Tauchen tat dann sein übriges
dazu. Gemeinsam erlebten wir traumhafte 14 Tage.
Natürlich saßen wir dann beim Rückflug wieder zusammen .

Fazit:
Meine Freundin und ich haben uns noch auf keinem anderen Urlaubsort so wohl
gefühlt. Es war unser erster Malediven-Tripp und es war 100 % nicht der Letzte.
Wir können die Insel „Kuramathi“ und die Anlage „Kuramathi Village“ bedingungslos
weiterempfehlen. Der Erholungswert ist extrem hoch !!!

Kuramathi, wir werden bestimmt wiederkommen !!!



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Man darf den Sand nicht in den Kopf stecken !

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