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Welche Unterwasserkamera? 22.11.2007 11:51 [OPTIONEN] [TOP] [DOWN]

1) Analoges Fotografieren
Die Vorteile der Digitaltechnik sind so groß, dass UW-Analogkameras nicht mehr hergestellt werden.
Möglicherweise gibt es noch Quicksnaps, das sind analoge Wegwerfkameras, von Werbestrategen Einwegkameras genannt. Ein NoGo, Wegwerfkameras produzieren Wegwerfbilder.

2) Digitales Fotografieren
Für UW-Fotografen kommen die Vorteile der Digitaltechnik richtig zum Tragen. Durch Bildbearbeitung kann man die Qualität der Fotos erheblich verbessern, noch mehr bei RAW-Dateien. UW-Modi der Kameras fügen das im Wasser ausgefilterte Rot hinzu. Taucherfotos gewinnen durch Zusatzblitze gewaltig an Qualität.
Ein wichtiger Punkt ist die Auslöseverzögerung der Kameras. Meist liegt sie bei 0,5s, das ist die Grenze des Erträglichen, mir persönlich (mit der Canon S 90) einen Tick zu langsam. Die wenigen Kameras mit 0,3s sind daher besondere Tipps: Sony RX100, Canon G16, mit Abstand am schnellsten sind die Fuji XQ-1 und XQ-2. Kameras langsamer als 0,5s nerven uw gewaltig, denn der Fisch verändert in dieser Zeit seine Position. Die Fotos sehen dann anders aus - meist schlechter - als gedacht. Die gemessenen Auslöseverzögerungen sind Laborwerte, unter schlechten Lichtbedingungen verlängern sie sich.

a) Schnorchelgehäuse/Sportgehäuse/Allwettergehäuse/Outdoor cases
Keine Option für die UW-Fotografie, da nur sicherer Spritzwasserschutz.

b) Unterwassergehäuse
Diese Spezialgehäuse sind auch für Schnorchler die sicherste Art, uw zu gehen. Es gibt sie jedoch nicht für jede Kamera, man muss deshalb vor dem Kamerakauf recherchieren , ob es das Gehäuse dazu gibt und ob es auch lieferfähig ist-
Die Gehäuse sind dicht auf 30/40m, Neuere auch bis 60m. Wo die Kamerahersteller kein UW-Gehäuse anbieten, springt manchmal die Firma Ikelite ein. Bei gängigen Kameras sind Ikelite-Gehäuse oft parallel zu den Gehäusen der Kamerahersteller im Angebot. Wegen der geringeren Stückzahlen und besseren Qualität sind sie teurer, im Kompaktbereich aber bezahlbar. Die Plastikgehäuse um 200 € erreichen bei Urlaubsschnorcheln/Tauchen etwa das Lebensalter der Kameras. Probleme sind meist die Verschlüsse (Canon-Schnallen brechen gerne beim Verschließen, Fuji-Gehäuse zeigen Materialermüdungen an der Oberfläche).
Ikelite bietet im Gegensatz zu den Kameraherstellern Erweiterungsmöglichkeiten (Blitzanschluss, Objektivvorsätze), Ersatzteile und Reparaturmöglichkeit für die Gehäuse. Gerade die wartungsfreien Dichtungen an den Durchführungen der Bedienknöpfe können im Laufe der Jahre zum Problem werden, allein Ikelite bietet Hilfe an.
Es gibt auch auch Universalgehäuse für viele Kameras, allerdings nur mit Einschalt- und Auslöseknopf, denn mehr an Bedienung lässt sich nicht an die unterschiedlichen Kameraformen anpassen. Finger weg.

c) UW-Beutel
Sie galten in der Vergangenheit als Notlösung, inzwischen gibt es zu so vielen Kameras UW-Gehäuse, dass sie keine Option für UW-Fotografie sind. Ich habe seit Jahren keinen mehr gesehen.

d) Wasserdichte Digicams
Die 2 führenden Hersteller waren anfangs Pentax und Olympus, 2009 haben Canon, Panasonic und Fuji den zukunftsträchtigen Markt entdeckt.
Die Kameras sollen eigentlich jährlich zum Dichtungswechsel eingeschickt werden, auf den von den Besitzern meist verzichtet wird (Werkstattkosten ab 50€ aufwärts). Es gibt im Internet zahlreiche Berichte von Wassereinbrüchen, sogar nach Dichtungswechsel, so dass die sog. Schnorchelkameras nur als Outdoorkameras gelten können. Trotz mehrerer Erfolgsberichte über Zweistundenschnorcheln mit neuen cams halte ich sie für Schnorchler nicht geeignet. Die Kulanz der Hersteller lässt spürbar nach, seit das Geschäft läuft.
Warentest und noch schlimmer selbsternannte Tester beschäftigen sich immer nur mit der Bildqualität, evtl. tauchen sie die Kamera sogar ins Wasser und behaupten Dichtigkeit, aber um die viel wichtigere Dauerprüfung und Bewegung unter Wasser kümmern sie sich nicht. Passend dazu die ständigen Berichte von Wassereinbrüchen bei diesen cams.
Der Industriestandard für die Wasserdichte erlaubt auch im IP 8 Einschränkungen, z.B. das Ignorieren der Strömung.
Die Belastung der Kameras durch Wasserströmung als Folge der Schwimmbewegung des Schnorchlers ist stärker als die Belastung durch Überschreiten der erlaubten Tiefe. Hierin und auch in ungenügendem Wässern nach dem Einsatz dürfte die Ursache für die Undichtigkeiten zu suchen sein.
Das wurde von Pentax in diesem Schreiben an einen Kunden zur FT1 auch belegt - die angegebene Dichte gelte für stehendes Wasser:
Bezüglich der Wasserdichtigkeit ist zu beachten, dass diese auf 3m begrenzt ist. Dies bezieht sich nicht nur auf die Tauchtiefe sondern hauptsächlich auf den Druck der in einer Wassertiefe von 3m vorherrscht. Dies könne zum Beispiel in einem fließenden Gewässer schon bei einem Meter oder weniger erreicht werden.
Quelle-der gesamte Thread lohnt
Ganz schlimm ist das Springen mit der Kamera. Ich benutze auch mit UW-Gehäuse grundsätzlich die Leiter. Wo das nicht möglich ist, wenigstensr die Hand schützend vor die Kamera halten.
Die Einzelvorstellung der Kameras habe ich gelöscht, weil sie ihre UW-Tüchtigkeit nicht ausreichend bewiesen haben, auch nicht Nikons Systemkamera 1AW1 - bei Amazon massenweise Berichte über Wassereinbrüche.

Empfehlungen
Sony RX100 und Folgemodelle UW-Beispielfotos
Canon G11/12/15/16 UW-Fotos
Fuji XQ1, Fuji XQ2 (mit 0,06s superschneller Autofokus , aber angeblich nur 1 Stunde Akkulaufzeit)
Canon S 110, S 120

Achtung beim Internetkauf - Ware für Deutschland ist an den Buchstaben E G (Europa, Germany) zu erkennen. Dies bedeutet Garantiesicherheit und deutsche Bedienungsanleitungen. K bedeutet schwarz, S bedeutet silber.
Achtung bei Gebrauchtkauf mit Restgarantie - Garantie/Gewährleistung sind nicht übertragbar, sondern bleiben beim Erstkäufer!

3) Aufbewahrung und Pflege der Gehäuse

Dass das aggressive Salzwasser vom Gehäuse entfernt werden muss, liegt auf der Hand. Nach jeder Benutzung ist das geschlossene Gehäuse abzuspülen und möglichst noch in ein Süßwasserbad zu legen. Vor dem Einlagern diese Prozedur wiederholen, ideal ist destilliertes Wasser, dabei alle Bedienknöpfe wiederholt drücken, um die Salzkristalle zu entfernen. Die O-Ringe einfetten und in einem Tütchen im Gehäuse lagern, manche Taucher legen sie auch wieder in die Nut des Gehäuses ein und verschließen es sogar. Obwohl Siliconringe formstabil sind, setzen sie die meisten Leute diesem Dauerdruck nicht aus.
Zum Einfetten der Ringe nur das mitgelieferte Fett oder Vaseline aus der Apotheke verwenden. Fett hauchdünn auftragen, denn es dient nicht der Dichtung, sondern nur der verschleißfreien Bewegung des Ringes in der Nut. Zu viel Fett kann das Gehäuse undicht machen!
Noch mehr zum O-Ring

Hinweis
Alle Gehäuse haben einen oder sogar 2 Dichtungsringe, die besonderer Aufmerksamkeit bedürfen. Den O-Ring äußerst sorgsam behandeln: Nicht mit Zahnstochern, spitzen Fingernägeln u.ä. heraus holen, sondern Kreditkarte o.dgl.. nehmen, denn kleinste Beschädigungen machen das Gehäuse undicht - schon zu viel Fett reicht aus. Das Fett dient nicht der Dichtung, sondern der Beweglichkeit des Ringes in seiner Nut. Hauchdünn auftragen Hier klicken Gehäuse nie am Strand öffnen, denn 1 Sandkorn reicht für Undichte, sogar ein kleines Haar. Die Führungsnut vor Einlegen des Ringes mit Qtipp säubern.

Stand: 2018

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