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Posted by suedwest on 06.02.2004 at07:49:

Text Reisebericht: Dhiggiri


Reisebericht Dhiggiri

Zeitraum 17.01.2004 – 04.02.2004

Da Dhiggiri überbucht war, mussten wir nach Ankunft in Male leider für 3 Tage nach Alimatha. Dies leidlich überstanden kamen wir dann doch noch nach Dhiggiri....

Da schon viele Berichte in gerade letzter Zeit geschrieben wurden, noch ein paar Anmerkungen von mir.

Die Bungis
Unterscheiden sich in Strand (Nr. 23 bis 47, davon haben Nummer 45 und 47 ein offenes Bad) - und Wasserbungis (Nr.1 bis 22). Wir hatten einen Wasserbungi mit Nummer 2. Da die Strandbungis bei Buchung alle ausreserviert waren nahmen wir halt einen Wasserbungi. Dies haben wir letztendlich nicht bereut. Im Gegenteil!

Da unsere Bekannten bei Ankunft in Dhiggiri den Bungi Nr. 45! für eine Nacht zugeteilt bekamen, kann ich mir nun auch ein Urteil darüber erlauben. Die Ausstattung ist bei allen Bungis gleich. Ausgenommen sind die beiden Bungis mit dem offenen Bad (Nummer 45 und 47).

Wasserbungis findet man im Ost - beginnend mit Nummer 1- und Südostteil der Insel
Die ersten Wasserbungis haben anstatt der Holzdecke eine helle Decke mit eine paar Zierhölzern dran.
Wasserbungis sind auf der Insel gegenüber den Strandbungis im Inneren ein bisschen kleiner. Dies stört m.e. eher nicht. Die Wasserbungis Nummer 1 bis Nummer 5 würde ich eher als solche bezeichnen wollen, da alle anderen nicht auf Wasser sondern auf Sand/ Stein gebaut sind. Die Terrassen zur Meerseite sind ab Nummer 6 ebenfalls auf Korallenschutt gebaut, so dass man hier bei Flut und entsprechender Brandung mal schnell eine durch Spritzwasser nasse Terrasse haben kann. Wasserbungi Nummer 22 hat eine recht große Terrasse. Alle Bungis haben über die Terrasse direkten Zugang zum Meer.
Bei den Wasserbungis hat man den Vorteil, die „windreiche“ Seite der Insel und den besten Zugang zum Hausriff zu haben.
Als Anmerkung: Wasserbungis stehen zwar recht eng zusammen, man hört vom Nachbarn, wegen dem Wind und der Wellen nix und sehen, wegen der Trennwand auch nicht. Die Frauen können ohne weiteres „oben-ohne“ Sonnen. Kein Problem. Nur sollte man bei den vorbeifahrenden Booten aufpassen. Denn das Hausriff ist nur ca. 10 Meter entfernt. Nicht, dass da was passiert..... Obwohl... Wrackschnorcheln hat ja auch was....

Strandbungis verteilen sich rund um die Insel beginnend mit Nummer 23 im Südteil bis Nummer 47 im nördlichen Teil der Insel. Die Nummern 45 und 47 haben wir bereits erwähnt ein offenes großes Bad. Sehr gelungen!
Persönlich würde ich von den Strandbungis im Südteil wegen fast fehlendem Wind eher abraten. Das wären dann die Bungis von Nummer 23 bis ca. Nummer 40.
Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden: Strandbungis stehen auch eng zusammen!

Als Fazit hierzu: Ich persönlich tendiere nach den Erfahrungen auf Dhiggiri eher zu Wasserbungis. Wasserbungis zwischen Nummer 1 und 5 und Strandbungis zwischen Nummer 41 bis 47 sind die besten Bungis auf Dhiggiri. Da es mit den Wünschen per Vorreservierung eher nicht klappt, muss man sich halt überraschen lassen. Einen wirklich schlechten Bungi gibt es auf der Insel definitiv nicht.

Das Essen
Oft bemängelt und kritisiert gibt kaum Grund zum Klagen. Die Auswahl ist nicht ganz so groß, aber gemessen an der Anzahl der Gäste geht es wohl in Ordnung. Das oft kalte und lauwarme Essen kann ich so nicht bestätigen. Heiß war es zwar nicht, gestört hat es uns persönlich allerdings kaum. Dicker sind wir ohnehin geworden....

Das Hausriff
Erstreckt sich rund um die Insel und ist weitgehend grau in grau. Wirkliches Wachstum an Korallen kann man im Ostteil der Insel an der Boje erkennen. Dort hinzukommen ist allerdings wegen der Strömung an den meisten Tagen kaum machbar. Dort lassen sich aber die meisten Fische und schon recht schöne Steinkorallen bewundern.
4 Schildkröten leben am Hausriff und sind täglich zu beobachten. Fast sicher eine Schildkröte anzutreffen hat man bei der Boje gegenüber den Wasserbungis. Die Schildkröten haben kaum Scheu vor dem Menschen. An der Südseite der Insel hat man die besten Möglichkeiten große Fische zu sehen. Mantas waren NICHT da.... Adlerrochen konnte man häufig beobachten. Und wir hatten Glück an den beiden letzten Tagen in einer Riffspalte ein- bzw. zwei schlafende Ammenhaie ca. 2 Meter unter der Wasseroberfläche zu sehen.Einfach genial.
In der Lagune am anderen Ende der Insel(im Westen)kann man ab und zu einen recht großen Rochen zu sehen.
Die Strömung am Hausriff ist an manchen Tagen recht ordentlich. Einen geeigneten Ausstieg findet man immer.

Die Tauchschule
Muss als Taucher auf Dhiggiri genial sein. An manchen Tagen fährt man allein mit einem oder zwei Tauchlehrern raus. Die Ausstattung erschien mir recht gut. Die Schnorchelausrüstung kann man sich dort gratis ausleihen.

Die Animation
auf der Insel ist recht gut und wirkt nicht aufdringlich. Sportlich kann man sich betätigen.

Ausflüge
Werden recht viele angeboten. Im Ai-Paket der Ausflug zur Einheimischeninsel und eine Sonnenuntergangsfahrt mit dem Dhoni.... wers braucht...
Was wirklich für 28 Dollar pro Person zu empfehlen ist, das ist der Ausflug nach Vashugiri, der so genannten Trauminsel. Völlig unbewohnt ist diese natürlich nicht. Zwei Einheimische leben auf der Insel und kümmern sich um die Sauberkeit und instand Haltung der sanitären Anlagen. Ca. 90x50 Meter groß ist die Insel und man kann dort hervorragend Schnorcheln. Man kann auch zur Nachbarinsel rüber (ebenfalls unbewohnt) und dort schnorcheln. Aber die Korallen sind direkt auf Vashugiri sehr schön. An größeren Fischen gibt es zwar nicht soviel zu sehen, aber die Korallen sind wirklich schön. Bisher, das Beste was ich auf den Males gesehen hab !

Schorchelausflüge, jeweils Mittwoch, Donnerstag und Freitag werden für 10 Dollar angeboten. Dabei werden 4 Ziele innerhalb des Atolls angefahren und 2 Ziele direkt am Außenriff des Atolls. Unbedingt mitmachen. Es hat sich wirklich gelohnt. Jedenfalls die Ausflüge zum Außenriff. Allerdings sind dort logischerweise die Wellen recht hoch und die Strömung stark, so dass ich dies nur einigermaßen geübten Schwimmern raten würde. Bei den Ausflügen zum Außenriff sind recht viele gleich auf dem Boot geblieben bzw. auch schnell wieder rein ins Boot.

Letzten Endes noch was zum Service
Was mich wirklich störte, war die Bedienung an der Bar. Leider muss man manchmal bis zu 15 Minuten warten, bis mal ein Kellner die Bestellung aufnimmt. Das nervt ! Zwar hat man Urlaub und hat Zeit aber es sollte trotzdem nicht sein. Daher besser, bevor man sich setzt an der Theke eine Bestellung aufgeben, dann hat man seine Getränke schnell. Der Caipi ist recht lecker....

Fazit.
Dhiggiri ist eine Reise wert, aber besser außerhalb der Saison. Wir fahren jedenfalls nächstes Jahr wieder hin !
Als großes Plus, die gemütliche ungezwungene Atmosphäre und die schönen Schnorchelbedingungen in und in der Nähe zu Dhiggiri..... Schlecht empfand ich den Service an der Bar, was sicher mit der sinnlos umständlichen Abrechnung zu tun hat.... Technik (ein kleiner PC) wirkt manchmal Wunder.

LG suedwest



Posted by Troll on 06.02.2004 at12:34:

 

danke suedwest für den schönen reisebericht. hast du auch ein paar bilder von der reise die im inet verfügbar sind?

gruß
Troll



Posted by MLuettgens on 06.02.2004 at19:42:

 

Tach Südwest,

der Service in der Bar war auch bei meinem Aufenthalt im September eine ziemliche Katastrophe. Zwar waren die Jungs immer nett und freundlich, aber stellenweise bekam man echt Angst zu verdursten. Wobei wir komischerweise festgestellt haben, dass die Kellner umso fixer wurden, je mehr Gäste in der Bar waren. Aber dennoch war es nicht berauschend. Auf Angaga hatte man sein Glas kaum leer getrunken, da stand der Kellner schon wieder neben einem.



Posted by suedwest on 08.02.2004 at13:24:

 

Mahlzeit !

@troll
Habe leider keine Möglichkeit, die Bilder online zu stellen (weger Hard- noch Software). Wollte ja auch ein Foto bei der Stammuser-Seite hinterlegen lassen, aber yvostef war leider nicht mit bei....

P.S. Ich arbeite aber dran!

@MLuettgens

*five*... genau so! Das Jahr zuvor waren die Kellner auf Fili auch erschreckend schnell, trotz AI. Deshalb kann ich es eben nicht so recht nachvollziehen. Trotz Trinkgeld war nix machbar.... Schade!



Posted by Gisela on 30.03.2005 at19:23:

  super!

Endlich lese ich mal was über Dhiggiri, die Insel steht in unsrer Planung neben Bathala an erster Stelle! - Wie ich das so sehe, werde ich zumindest mal versuchen, einen der Strandbungis mit offenem Bad zu buchen.
Wasserbungis sind mit Sicherheit schön, aber ich möchte mit den Füßen im Sand stehen, wenn ich aus der Tür trete.
Was mich außerordentlich beruhigt sind die Aussagen über das Hausriff. Da wir im Februar auf Velidhu waren, kann die nächste Reise sowieso erst 2006 stattfinden und bis dahin, hoffe ich stark, hat sich das Hausriff weiter erholt.
Danke für die Infos!
gisela


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